FÖJ Blog


Hallo liebe/-r Leser/-in,

ich bin Malin, bin 18 Jahre alt und habe am 01.09.2020 mein FÖJ beim Landschaftserhaltungsverband Ravensburg begonnen. Meine Entscheidung ein FÖJ zu machen habe ich getroffen, da ich mich sehr für die Natur und Tiere interessiere und ich mich gerne aktiv am Umweltschutz beteiligen möchte.

Schon in der ersten Arbeitswoche habe ich viel erlebt und durfte meine Kollegen bei Außenterminen begleiten. Von meinen Erlebnissen berichte ich hier in meinem FÖJ-Blog und auf Instagram.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Malin

Am Dienstag war ich mit Hannah, und Robert draußen unterwegs um mit mehreren Landwirten eine Entbuschungsmaßnahme zu besprechen. Anschließend waren Hannah und ich noch mit zwei Mitarbeitern vom Regierungspräsidium verabredet um uns ein Naturschutz- und Jagdgebiet anzuschauen, bei dem mehrere Maßnahmen geplant sind. Der Jäger, der dieses Gebiet gepachtet hat, war auch dabei. Wir haben ihm erklärt, was mit dem Gebiet passieren soll.

Mittwoch war ein sehr langer und anstrengender, aber super interessanter und lustiger Arbeitstag. Ich war mit meinen Kollegen Robert, Hannah und Uli im Außendienst um Zwischenmoorbereiche und Pfeifengraswiesen anzuschauen und zu kategorisieren. Der Tag war wirklich sehr vielfältig und super lustig. Wir wurden von Rindern auf der Weide verfolgt, sie sind uns fast schon hinterhergerannt und waren richtig neugierig. Vor lauter lachen konnte ich kaum noch laufen… In fast allen Gebieten in denen wir waren hat der Biber Bäche oder andere Gewässer angestaut, wodurch viele Streuwiesen überschwemmt sind. Wir sind durch mehrere solcher Gebiete durchgelaufen, welche stark von Schilf dominiert werden. Das Schilf war teilweise so hoch und viel, dass ich die anderen, die vor mir gelaufen sind, fast aus den Augen verloren habe. Außerdem musste ich mich extrem auf den Boden vor mir konzentrieren und wo ich hintrete, da das Wasser an manchen Stellen richtig tief war. Es hat so viel Spaß gemacht durch diese Wiesen zu laufen und es war oft sehr spannend. Wir haben auch viele Spuren der Biber entdeckt, sogar eine große Biberburg. Ich habe natürlich viele Fotos und Videos gemacht, und über unseren Außendienst einen Instagram Post mit einigen Bildern gemacht, welchen du auf dem Instagramaccount @naturvielfalt.ravensburg des LEV finden kannst. Schaut doch gerne mal vorbei!

Bis zum nächsten Mal,

Malin

Liebe/-r Leser/-in,

diese Woche hat mit meinem FÖJ-Einführungsseminar im Waldschulheim Kloster Schöntal begonnen, was sehr cool war und super viel Spaß gemacht hat. Dabei habe ich viele andere FÖJler aus dem Bodensee- Oberschwabenkreis kennengelernt. Das Seminar ging drei Tage, von Montag bis Mittwoch. Als ich am Kloster ankam, waren bereits drei andere FÖJler dort, die mich sehr offen begrüßt haben, wir kamen direkt ins Gespräch und haben uns super verstanden. Als der Rest der Gruppe ankam, haben wir mit unseren Betreuern Stefan und Lisa kleine Kennenlernspiele gespielt. Jeder hat sich mit jedem sehr gut verstanden und es hat mit allen super viel Spaß gemacht. Wir hatten jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm. Öfter haben wir uns in kleinen Gruppen zusammengesetzt und über Themen wie Nachhaltigkeitsstrategien, Politik, Gesellschaft, Ernährung und vieles mehr diskutiert, was sehr interessant war, weil wir fast immer der gleichen oder sehr ähnlichen Meinung waren. Jeder hat neue Anstöße geben können und so wurde es nie langweilig.

Am Dienstagvormittag waren wir mit  dem Förster vom Kloster Schöntal im Wald, wo wir Eicheln gesammelt und ausgesät haben. Er hat uns auch sehr viel erzählt und erklärt zu den Wäldern und Bäumen, zum Beispiel was die Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Tiere sind, wenn die Fichte oder andere selten gewordene Baumarten bald aussterben.

Ein weiterer Programmpunkt am Dienstagnachmittag war eine Zeitreise im Raumschiff Enterprise, wo wir durch die Zukunft gereist sind und an vier verschiedenen Stationen entscheiden konnten, ob wir aussteigen oder weiterreisen wollen. Wer ausgestiegen ist konnte später nicht mehr weiterreisen und wer sitzengeblieben ist konnte nicht zurück in eine frühere Zeit. Der Bordcomputer des Raumschiffs hat uns zu jeder Station, an der wir aussteigen konnten, kurz etwas über die Zeit in der wir uns befanden erzählt. An der ersten Station wurde sehr auf die Umwelt geachtet, aber kaum auf das Wohlbefinden der Menschen. Es ging sehr gerecht zu, aber niemand konnte aussuchen wo er/sie wohnen will und Berufe wurden zugeteilt. In den darauffolgenden Stationen stand vermehrt das Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt, aber von der Natur war keine Rede mehr. Ich vermute das lag daran, dass es so gut wie keine Natur mehr gab und diese also auch nicht erwähnenswert war. Als wir an Station vier ankamen, gab es ein Problem mit dem Raumschiff und alle die bis dahin noch weitergereist sind, wurden in eine andere Zeit verbracht. Auch für diese Zeit hat uns der Bordcomputer die Situation geschildert, jedoch wurde nur Schlechtes berichtet. Beispielsweise wurden das Artensterben, Überbevölkerung, Waldrodung, Klimawandel, Ungerechtigkeit und Hungersnöte thematisiert. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich um die heutige Zeit handelte und uns wurde klar, bzw. verdeutlicht, wie schlecht es heutzutage zugeht, aber NOCH haben wir die Chance etwas zu ändern und die sollten wir nutzen!

Dienstagabend haben wir zuerst Poster gestaltet, was wir uns unter Glück, Zufriedenheit und Utopie vorstellen und danach haben alle zusammen, auch Stefan und Lisa, Tischtennis Rundlauf gespielt, was super viel Spaß gemacht hat.

Am letzten Seminartag haben wir Pläne für die Seminare 2 und 3 erstellt und durften uns selber Themen überlegen, die wir dann bearbeiten werden. Vor der Heimreise haben wir noch unseren FÖJ-Gruppensprecher gewählt und einen kurzen Rückblick über das Seminar gemacht, was wir alles daraus mitnehmen können und was uns besonders gut gefallen hat und was nicht.

Ab Donnerstag habe ich dann wieder gearbeitet und durfte Nistkästen beschriften und nummerieren, was mir immer besonders viel Spaß macht. Mittlerweile sind es schon 50 Nistkästen, die ersten hängen wir nächste Woche schon auf. Bis zum Frühling hängen wir alle auf, damit Dohlen, Fledermäusen und Mauerseglern die Suche nach einem geeigneten Nistplatz erleichtert wird. Dazu habe ich am Freitag auch noch einen Beitrag auf Instagram gepostet, mit Bildern von mir beim Lackieren. Schaut doch gerne mal vorbei!



Vielen Dank fürs Lesen!

Eure Malin

Hallo ihr Lieben,

am Dienstag war ich mit Tobi und Moritz zur Beratung bei einer Familie die eine alte Scheune abgerissen haben und nun wissen wollten, was sie mit der Fläche machen können, um auch der Natur und Insekten etwas Gutes zu tun. Es wurde entschieden, dass auf der Fläche eine artenreiche Blühwiese für Schmetterlinge, Bienen und viele weitere Nützlinge entstehen soll.

Mittwoch war ich mit Tobi unterwegs um bei einem kleinen Landwirt Nistkästen für Fledermäuse, Mehlschwalben und weitere kleine Vogelarten aufzuhängen. Anschließend haben wir bei den Nachbarn den selbstgebauten Wildschutzzaun angeschaut, welcher eine heranwachsende Hecke vor Verbiss schützen soll. Beim LEV angekommen, musste ich mich schon auf ein Online-Seminar mit unserem FÖJ-Leiter vorbereiten. Es ging dabei hauptsächlich um einige Formalitäten und etwas Informationsaustausch.

Donnerstag stand dann eine sogenannte „Kleingewässertour“ mit Robert, Moritz und  Johannes Henzler, einem Naturschutzbeauftragten, an. Wir waren fast den ganzen Tag unterwegs und haben uns Flächen und Kleingewässer angeschaut, bei denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden sollen, um Amphibien wie der Gelbbauchunke einen geeigneten Lebensraum zu schaffen. Ein sehr cooler Moment war, als wir über eine Fläche gelaufen sind, wo der ganze Boden gewackelt hat, wenn man einen Schritt gemacht hat. Das lag daran, dass sich unter dem festen Boden Wasser gesammelt hat. Wenn man leicht gesprungen ist, dann hat der Boden richtige kleine Wellen gemacht. Man sollte es nur nicht übertreiben, denn es kann passieren, dass der Boden dem Gewicht irgendwann nachgibt und man bis zu einem halben Meter tief ins Wasser fällt. Das ist uns zum Glück nicht passiert.😆

Bis zum nächsten Mal,

Malin

Hallo nochmal,

in der Woche ist nicht besonders viel Spannendes passiert, ich habe vor allem an den Anleitungen für die Homepage vom LEV geschrieben. Freitag war dafür ein ganz besonders cooler Tag, denn wir hatten einen Arbeitseinsatz, bei dem es darum ging, eines der letzten Laichgebiete und Lebensraum vom Moorfrosch vom dominanten Schilf und kleinerem Gestrüpp zu befreien. Dafür sind wir mit sechs Mann/ Frau und professionellem Equipment angerückt, denn für den Erhalt des Moorfrosches in Süddeutschland lohnt sich der Aufwand extrem. Die Umgebung war wirklich wunderschön, fast märchenhaft. Auf der offenen Fläche und im anliegenden Wald haben schon Rehe und Wildschweine ihre Schneisen gezogen. Außerdem hatten wir super viel Spaß zusammen und es gab immer was zu Lachen.😋 Im Frühjahr werden wir wieder dorthin fahren um den Laich einzusammeln und in die Aufzuchtstation zu bringen. Darauf freue ich mich schon am aller meisten.😃 Nachdem hoffentlich die Mehrheit der jungen Frösche alt genug geworden ist, um wieder in die Freiheit entlassen zu werden, setzen wir sie an ihrem Laichort aus, in der Hoffnung, dass sie sich so gut vermehren, dass es in naher Zukunft nicht mehr nötig sein wird, sie aufzuziehen.

Ich freue mich aufs nächste Mal!

Grüße Malin

Du möchtest bei uns ein FÖJ absolvieren?

Du weißt noch nicht so recht, wie es nach Schule oder Berufsausbildung weitergeht? Du möchtest etwas Sinnvolles mit Menschen in der Natur machen? Dann bewirb dich auf ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Landschaftserhaltungsverband Ravensburg e.V. 

Es bietet dir eine gute Möglichkeit, einen Einblick ins Berufsleben zu bekommen, praktischen Naturschutz zu erleben, Interessantes über Natur und Umwelt zu erfahren, Gleichgesinnte kennenzulernen und einfach Spaß zu haben.

Seit diesem Jahr ist der LEV Ravensburg anerkannte Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) unter der Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Baden-Württemberg.

Wer wir sind: 

Wir sind ein Verein, der sich als Mittler zwischen Mensch und Natur versteht. Es wird viel mit den Landwirten vor Ort zusammengearbeitet, um Flächen für den Naturschutz sinnvoll extensiv zu bewirtschaften. Außerdem hat der Landkreis Ravensburg eine Biodiversitätsstrategie entwickelt. In deren Rahmen finden verschiedene Aktionen, wie beispielsweise die Kampagne „Blühender Landkreis Ravensburg“ oder die Amphibieninitiative zum Erhalt des Moorfroschs, statt.

 

Regelmäßige Aufgaben und Arbeiten (ganzjährig)

•        Betreuung des Instagram-Auftritt
•        Betreuung unserer Webseite
•        FÖJ-Blog
•        Unterstützung der Mitarbeiter bei vielfältigen Aufgaben (u.a. Organisation von Saatgutbestellungen, Kontrolle von Maßnahmen, Biotoppflege, etc.)
•        Erstellung eines Presseeechos (quartalsweise)

 

Unregelmäßige Aufgaben und Tätigkeiten  (bei Bedarf, bzw. saisonal)

•        Mitwirkung bei der Erstellung von Infomaterialien
•        Amphibienkartierung im Rahmen der Amphibieninitiative
•        Unterstützung in der Aufzuchtstation (Moorfrosch-Projekt)
•        Teilnahme an Gesprächen, Besprechungen und Ortsterminen
•        Organisation des Lagers für Werbemittel und Infostand-Equipment
•        Betreuung des Saatgutlagers
•        Mithilfe bei der Bestandserfassung und Evaluierung (LPR-Flächen)

 

Einmalige Aktionen und Projekte

 •        Organisation und Betreuung von Infoständen auf Veranstaltungen
•        Mitwirkung bei den Vorbereitungen der Aktion "Blühender Landkreis Ravensburg" (in Abhängigkeit der derzeitigen Pandemie Entwicklung)
•        Freiraum für selbstbestimmte Projekte

 

Auch wenn das FÖJ freiwillig geleistet wird, gibt es ein monatliches Taschengeld und einen Verpflegungszuschuss. Zudem werden die Fahrtkosten übernommen. Eine Unterkunft können wir derzeit leider nicht zur Verfügung stellen. Neben dem Einsatz im LEV Ravensburg ist die Teilnahme an Seminaren fester Bestandteil des FÖJ. Die Seminare finden in verschiedenen Gegenden Baden-Württembergs statt. Behandelt werden Themen rund um umweltpolitische, gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen. Neben dem Inhaltlichen macht die Seminare vor allem das Miteinander unter den FÖJlern der verschiedenen Einsatzstellen aus.

 

Jeder zwischen 15 und 27 Jahren kann unabhängig vom Schulabschluss oder den Noten mitmachen. Viel wichtiger ist, dass du Interesse mitbringst und dich für die Natur engagieren möchtest.

Das FÖJ läuft vom 1. September bis zum 31. August des Folgejahres. 

Bewerbungen sind ab Anfang Februar direkt an die LpB zu richten: 

www.foej-bw.de/bewerbung-foej.html

 

Wir freuen uns auf dich!