Beschreibung:
Das Projekt setzt sich zum Ziel, den invasiven Neophyt dr. Springkraut primär in naturschutzfachlich wertvollen Gebieten auf ein Minimum zu reduzieren und damit Lebensräume für einheimische Arten zu erhalten.
Bereits 2015 startete das sogenannte Springkrautprojekt, ein Projekt, das Naturschutz-, soziale und Integrationsaspekte miteinander verknüpft.
Neben ehrenamtlichen Helfer*innen will das Projekt auch Geflüchteten eine Chance bieten, mit einfacher Arbeit in der Natur eine erste Beschäftigung und "deutschsprachige Zusammenarbeit" mit anderen Akteuren zu finden. Der LEV, der das Projekt mit angestoßen hat, übernimmt hinsichtlich der LPR die Antragstellung, die Abrechnung und begleitet das Projekt von fachlicher Seite.
Die eigentliche Aufgabe, die Vermeidung der invasiven Ausbreitung des asiatischen Springkrauts (Impatiens glandulifera) in den vorbezeichneten Gebieten und die Entfernung des Neophyten aus den naturschutzfachlich hochwertigen Flächen wurde überzeugend erfüllt. Weite Waldflächen namentlich der Städte und Gemeinden: Ravensburg, Weingarten, Berg, Baindt, Baienfurt, Horgenzell, Bodnegg, Grünkraut und Schlier können nun als weitgehend „springkrautfrei“ bezeichnet werden. Apropos Schlier: nicht unerwähnt bleiben darf der überaus disziplinierte Einsatz der AH-Mannschaft des örtlichen Fußballclubs. Die stets in Mannschaftsstärke antretende Gruppe leistete weit über 200 ehrenamtliche Stunden, kompensierten ihr coronabedingtes Trainingsdefizit und erzielten ein vorzeigbares Ergebnis: weite Strecken des Lauratales und des Altdorfer Waldes sind vom Springkraut befreit. Außerdem greifen auch immer mehr Wanderer und Naturfreunde ganz spontan bei ihren Spaziergängen zu und entfernen einzelne Impatiens glandulifera quasi en passant.
Die exakten Bearbeitungsschritte und der Status der einzelnen Gebiete sind im Monitoring des LEV aufgeführt. Im Zuge dieser Landschaftspflege-Maßnahme wurden auch dieses Jahr noch weitere Neophyten behandelt. So z. B. im Stadtgebiet Ravensburg und auf Flächen der Gemarkung Berg der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica), vereinzelt der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) und speziell im Biotop der renaturierten Kiesgrube Annaberg bei Baindt die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis).
Helfende Hände sind in dem Projekt immer gern gesehen!
Wir sind auf der Suche nach Naturfreund*innen (z.B. Schüler, Studierende, Rentner und andere Naturverbundene), die Interesse haben, sich aktiv für den Erhalt der biologischen Vielfalt, durch Regulierung des Springkrautes, einzusetzen. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich, eine geringe Aufwandsentschädigung ist möglich.
Bei Interesse freuen wir uns über eine kurze Mail an unten angegebenen Kontakt.
Pflanzenportrait - Problempflanze Springkraut
Pflanzenportrait - Problempflanze Staudenknöterich
Pflanzenportrait - Problempflanze Riesenbärenklau
