Springkrautprojekt

Projektträger: Landschaftserhaltungsverband Ravensburg

Artenschutzprojekte
Bildquelle: Claus Scheuber

Beschreibung:

Bereits 2015 startete das sogenannte  "Springkrautprojekt" - ein Projekt, das Naturschutz-, soziale und Integrationsaspekte miteinander verknüpft.
Das Projekt setzt sich zum Ziel, den invasiven Neophyt "Drüsiges Springkraut" im Landkreis Ravensburg primär in naturschutzfachlich wertvollen Gebieten auf ein Minimum zu reduzieren und damit Lebensräume für einheimische Arten zu erhalten. 

Neben ehrenamtlichen Helfer*innen will das Projekt auch Geflüchteten eine Chance bieten mit einfacher Arbeit in der Natur eine erste Beschäftigung und "deutschsprachige Zusammenarbeit" mit anderen Akteuren zu finden.

Auch 2020 wurde das Springkrautprojekt im 5. Jahr in Folge (also in sechster Saison) durchgeführt, wenngleich auch in diesem speziellen Jahr unter besonderen Bedingungen. Erfreulicherweise fanden viele der Geflüchteten bereits eine Beschäftigung, weshalb sich 2020 vermehrt ehrenamtliche Helfer*innen für das Projekt akquirieren ließen. Hierzu zählte der Einsatz von Jugendlichen, die unter Leitung der Lebenshilfe e.V. Sozialstunden leisteten sowie Schulklassen aus Vogt, die mit ihren Lehrkräften Projekttage im Altdorfer Wald durchführten und dabei kräftig Springkraut rupften. Dies war unter Einhaltung der Corona-Auflagen kein Leichtes, trug aber erheblich zum erwähnten positiven Gesamtergebnis bei.

Die eigentliche Aufgabe, die Vermeidung der invasiven Ausbreitung des asiatischen Springkrauts (Impatiens glandulifera) in den vorbezeichneten Gebieten und die Entfernung des Neophyten aus den naturschutzfachlich hochwertigen Flächen, wurde zufriedenstellend erfüllt. Weite Waldflächen namentlich der Gemeinden und Städte: Berg, Weingarten, Ravensburg, Schlier, Baindt, Horgenzell und Grünkraut können mit Abschluss der Saison 2020 als nahezu springkrautfrei bezeichnet werden.
Die exakten Bearbeitungsschritte und der Status der einzelnen Gebiete sind im Monitoring des LEV aufgeführt. Im Zuge dieser Landschaftspflege-Maßnahme wurden auch dieses Jahr noch weitere Neophyten behandelt. So z.B. im Stadtgebiet Ravensburg und auf Flächen der Gemarkung Berg der japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica); vereinzelt der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) und speziell im Biotop der renaturierten Kiesgrube Annaberg bei Baindt die kanadische Goldrute (Solidago canadensis).



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