Riesen-Bärenklau
Heracleum mantegazzianum
Heracleum mantegazzianum
Der aus dem Kaukasus stammende Riesen-Bärenklau wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeführt. Heute ist er in vielen Regionen weit verbreitet – insbesondere an Gewässerufern, Straßenrändern, Ruderalflächen und zunehmend auch in Privatgärten und Parks.
Der Riesen-Bärenklau ist eine zwei- bis mehrjährige Staude, die Wuchshöhen von bis zu 3 m erreichen kann. Sein hohler, behaarter Stängel ist oft rot gesprenkelt und an der Basis bis zu 10 cm dick. Die gewaltigen Blätter sind tief eingeschnitten, unterseits behaart und können inklusive Stiel eine Länge von bis zu 3 m erreichen.
Ab dem zweiten oder dritten Jahr entwickelt die Pflanze von Juni bis September ihre typischen weißen, schirmförmigen Blütenstände, die bis zu 50 cm Durchmesser erreichen. Eine einzelne Pflanze produziert zehntausende Samen, die im Umkreis von etwa 2,5 m verstreut werden. Die Samen bleiben bis zu 7 Jahre keimfähig.
Alle Pflanzenteile enthalten phototoxische Substanzen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut und wirkt gleichzeitig Sonnenlicht ein, kann es zu schweren Hautentzündungen, Blasenbildung und bleibenden Narben kommen. Bereits bei bloßer Berührung ohne Schutzkleidung besteht Verbrennungsgefahr.
Die Bekämpfung ist arbeitsintensiv, aber notwendig – besonders um eine weitere Ausbreitung und Gefährdung von Mensch und Natur zu verhindern.
Maßnahmen bei kleinen Beständen:
Kleine Bestände des Riesen-Bärenklaus sollten möglichst frühzeitig – ab Mai und spätestens vor August – entfernt werden, bevor die Pflanze zur Samenreife kommt. Dabei ist es wichtig, die Wurzel mindestens 10 bis 15 cm tief auszugraben, um die vegetative Regeneration zu verhindern. Zusätzlich sollten Blütenstände frühzeitig abgeschnitten werden, um eine Samenbildung zu vermeiden. Pflanzenreste dürfen nicht kompostiert werden, sondern müssen über den Restmüll entsorgt werden.
Maßnahmen bei großen Beständen:
Melden Sie die Fläche bitte Ihrer Gemeinde oder dem zuständigen Umweltamt – großflächige Bekämpfungen erfordern professionelle Vorgehensweisen.

