Hallo und herzlich willkommen auf meinem FÖJ-Blog!
Ich bin Emily, 16 Jahre alt und für ein Jahr als FÖJlerin beim LEV dabei- vor allem um praktische Erfahrungen im Naturschutz zu sammeln. In diesem Jahr darf ich dabei mithelfen, die wertvollen Lebensräume in unserer Region zu erhalten, seltene Arten zu schützen und Projekte zu begleiten. Mit diesem Blog möchte ich euch in meinem Alltag mitnehmen und somit einen Einblick in meine Arbeit beim LEV geben.
Ich bin gespannt, was dieses Jahr für mich bereithält und freue mich, wenn ihr mich auf diesem Weg begleitet.
Schön, dass ihr hier seid- viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Emily
Blogeinträge der vergangenen FÖJ-Jahrgänge findet ihr hier:
In meiner ersten Woche habe ich bereits viele spannende Eindrücke gesammelt und durfte in ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche hineinschnuppern. Zum Start in die Woche hat mir Tobi eine Einführung in die digitalen Arbeit gegeben, die ich im Laufe des Jahres regelmäßig erledigen werde.
Dazu gehörten unter anderem Outlook, das Zeiterfassungssystem und Schneideprogramme. Anschließend durfte ich Ideen für LandArt, eine Veranstaltung aus unserem Exkursionsprogramm sammeln, wobei ich auch etwas kreativ werden konnte. Außerdem habe ich meine Arbeitskleidung erhalten, damit ich ausgestattet für die Außendienste bin.
Am Dienstag ging es dann direkt raus in die Natur. Gemeinsam mit Robert und dem restlichen Team war ich im Außendienst unterwegs. Wir haben mehrere Wiesen in der Umgebung besucht, um mögliche Standorte für neue Laubfroschgewässer zu begutachten 🐸.
Dabei kommt es auf viele Faktoren an zum Beispiel Lage und Bodenfeuchtigkeit. Um den Boden genauer zu untersuchen, haben wir mit einem Pürckhauer (auch Bohrstock genannt) Bodenproben entnommen. Ich habe an diesem Tag viel über Gräser, Bodenarten und Amphibien gelernt.
In den folgenden Tagen habe ich im Büro mitgearbeitet. Ich durfte beim Erstellen eines Presseechos helfen- also eine Sammlung von Presseartikeln über die Arbeit des LEVs- und wurde in das Schreiben einer Pressemitteilung eingeführt. Ich fand das spannend, weil ich gerne schreibe und so einen Einblick bekomme wie man Infos effektiv rüberbringt.
Ich habe auch eine kleine Einführung in das Schneideprogramm Canva bekommen, mit dem ich später Videos und Reels schneiden kann- z.B. für Instagram. Ich darf nun den Instagram Kanal naturvielfalt.ravensburg übernehmen und dort regelmäßig posten. 📷
Da das Wetter in der zweiten Woche regnerischer und ungemütlich wurde, überwog die Arbeit im Büro 💻. Dort durfte ich viele Aufgaben bereits eigenständig erledigen. Von Mara bekam ich zum Beispiel den Auftrag, E-Mails an Kindergärten und Schulen in der Umgebung zu verschicken- mit dem Ziel, Werbung für den NaTour.Bauwagen zu machen, der Ende September nach Wangen und Kißlegg kommt.
Am Mittwoch stand dann ein Außentermin an: Ich durfte bei einer Vor-Ort-Kontrolle (VOK) mitfahren.
Gemeinsam mit Brigitte und Jorinde besuchten wir mehrere Flächen in Schlier, Wangen, Karsee und dem Holzmühleweiher. Ziel der Exkursion war es, vor Ort zu überprüfen, ob die bewirtschaftenden Landwirte sich an die sogenannten Landschaftspflegerichtlinien (LPR) halten. Diese Richtlinien regeln, wie Flächen gepflegt werden müssen, um Fördermittel zu erhalten- z.B durch angepasste Mahd oder Beweidungsverzicht zugunsten des Artenschutzes. Dabei haben wir geprüft, ob bereits der zweite Schnitt durchgeführt wurde und wenn nicht, später mit den Landwirten abgesprochen, wann und wie sie mähen, ohne die Arten zu gefährden. 🌱
Auf einer besonders artenreichen Wiese entdeckten wir spannende Pflanzenarten wie Gilbweiderich, Schachtelhalm und die Gelbe Gauklerblume. Außerdem konnten wir einige Wasserfrösche, Moorschrecken und Wespenspinnen beobachten. Daran sieht man, wie wertvoll die extensiv genutzten Flächen für die Biodiversität sind.
Wir sprachen auch von Vegetationsstreifen und -inseln, die vom LEV bewusst angelegt werden. Diese dürfen nicht wie die intensive Grünland gemäht und gedüngt werden und dienen zum Erhalt wertvoller Pflanzenarten, sowie als Rückzugsorte für Insekten. 🦟
Besonders spannend fand ich eine Fläche mit sogenanntem Schwingrasen. Der entsteht, wenn ein See langsam verlandet. Der Boden ist dort stark durchfeuchtet und von Wasserpflanzen durchzogen, wodurch der Boden schwingt, wenn man darauf hüpft.
Ich lernte außerdem den Unterschied zwischen intensiv und extensiv genutztem Grünland: Während intensiv bewirtschaftete Flächen häufig gemäht und stark gedüngt werden, um hohe Erträge zu erzielen, bleiben extensiv genutzte Flächen artenreicher, weil sie nur bis zu zweimal im Jahr gemäht und nicht gedüngt werden dürfen.
Das erste Seminar meines FÖJs führte uns für fünf Tage ins Baden- Powell-Haus in Gengenbach. Wir haben eine sehr schöne Zeit miteinander verbracht- auch wenn die Seminartage immer sehr voll und teilweise auch etwas überfordernd waren.
Morgens fand immer ein kurzer Check-in statt, um zu schauen wie es jedem geht und wie die Stimmung ist. Wir überlegten, wie wir das Seminar gestalten können, dass sich alle wohlfühlen und alle Interessen vertreten werden. Was mich aber zu Beginn etwas überraschte war, das die meisten FÖJler bereits 18 bis 21 Jahre alt waren- was man natürlich auch gemerkt hat und für mich zum Teil auch etwas herausfordernd war.
Die Verpflegung war vegetarisch und oft sogar vegan, was viele sehr gut fanden, da sie sich schon vegetarisch ernährten- für manche aber auch schwierig war, da diese Ernährung natürlich eine Umstellung ist und die gewohnte Vielfalt fehlte. Jedoch hat unser Koch Wolfgang dies total lecker umgesetzt.
Man konnte im Laufe der Woche mit jedem einmal ins Gespräch kommen und sich über die Arbeit an der Einsatzstelle oder private Dinge austauschen. An den Abenden wurde es auch nie langweilig, wir machten Rätsel- und Quizabende oder kreativen Bastelarbeiten.
Mein persönliches Highlight war die Wanderung mit anschließender Nachtwächterführung durch Gengenbach, weil man einfach mal rauskam und etwas anderes gesehen hat und wir einiges über die Geschichte der Altstadt lernen konnten.🏘
Inhaltlich haben wir uns mit vielen wichtigen Themen auseinandergesetzt, zum Beispiel Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung, Demokratie und Mitbestimmung, Veganismus und Ernährung und Diskussionskultur. Die Themen wurden sehr abwechslungsreich gestaltet, z.B durch Wanderungen, Vorträge, Filme oder Plakate und Präsentationen. Einige davon haben wir schon intensiv diskutiert, einige erstmal nur angerissen- aber es war spannend zu sehen, wie verschieden unsere perspektiven und Erfahrungen sind. Zum Abschluss der Woche gab es noch ein Fest am Lagerfeuer mit Musik, Stockbrot und Kartenspielen.
An manchen Tagen hätte mehr Freizeit oder individueller Freiraum gutgetan, um die Inhalte besser sacken zu lasen. Außerdem hätte man meiner Meinung nach das Wetter draußen mehr nutzen können und manche Programme nach draußen verlegen, da unser Aufenthalt eben zum Großteil im Seminarraum stattgefunden hat.
Diese Woche war ich mit Mara im NaTour.Bauwagen in Wangen unterwegs.
Der Bauwagen stand direkt am Kindergarten, sodass jeden Tag Gruppen oder Schulklassen vorbeikommen konnten, um an unseren Natur Programmen teilzunehmen.
Unsere Programme drehten sich um die Themen Bach, Wald und Boden. Mit Becherlupen, Keschern und Mikroskopen haben wir gemeinsam mit den Kindern kleine Lebewesen gesucht, bestimmt und untersucht- mal im Wasser, mal im Wald oder auf der Wiese. Die Kinder hatten immer total viel Spaß und waren mit großer Neugier dabei, die Würmer, Spinnen und Larven anzuschauen und zu bestimmen. 🕷️
Mit der App Canva habe ich einen Flyer für das Exkursionsprogramm des nächsten Monats erstellt, gedruckt und im Info-Kasten am NaTour Bauwagen ausgehängt.📃
Am Freitagabend fand eine spannende Biberexkursion mit dem Experten Bertrand Schmidt statt. Wir konnten einige Spuren des Bibers entdecken und Bertrand erzählte uns interessante Fakten über die Biber:
Der Biber hat sehr dichtes Fell - er besitzt bis zu 23.000 Haare pro Quadratzentimeter (zum Vergleich: der Mensch gerade einmal 300.)
Die auffällige gelb-orange Farbe der Zähne des Bibers kommen durch den hohen Eisenanteil im Zahnschmelz.🦫
Diesen Montag war ich wieder mit Mara und unserer Praktikantin Luise im NaTour-Bauwagen unterwegs.
Wie immer hat es richtig Spaß gemacht, mit den Kindern draußen zu sein und die Natur zu erforschen. Die meisten Gruppen waren neugierig und interessiert, so wie man es sich wünscht. Es gab aber auch einige Kinder, denen es schwer fiel die Aufmerksamkeit zu halten, was anstrengend wurde, wenn man den ganzen Vormittag mit ihnen verbrachte. Wir führten diese Woche die Programme Boden und Bach durch. Beim Bachprogramm hatten wir leider Pech mit dem Wetter. Es war sehr kalt und nass, und dadurch schwieriger am Wasser lebende Tiere wie Larven oder Bachflohkrebse zu finden, deshalb schauten wir uns alternativ dazu haltbar gemachte Tierchen an, was den Kindern genau so viel Spaß gemacht hat. 🪱
Am Dienstag war ich im Wurzacher Ried- genauer gesagt im Naturschutzzentrum moorextrem in Bad Wurzach. Dort trafen sich unter anderem Mitarbeitende vom LEV, Wurzacher Ried und vom NAZ Federsee. Auch andere FÖJ- und BFD- Freiwillige waren dabei, ein paar von ihnen kannte ich bereits vom Seminar. Georg Heine stellte uns die Ergebnisse der Vogelkartierung im Wurzacher Ried vor. Es war interessant zu sehen, wie viele verschiedene Arten dort vorkommen- darunter Brutvögel wie den Kiebitz, den Wachtelkönig, das Tüpfelsumpfhuhn und den Kranich.🪿
Der Fokus lag besonders auf dem Kiebitz, da es im Ried bald ein eigenes Schutzprojekt für ihn geben soll. Wir haben außerdem darüber gesprochen, wie man bestimmte Arten besser schützten kann, beispielsweise durch gezielte Mahd.
Nach der Mittagspause gings dann raus ins Ried. wir haben potenzielle Flächen für das Kiebitz-Projekt angeschaut, unter anderem eine große Weidefläche, auf der Wasserbüffel grasen. Die sorgen dafür, dass das Gras niedrig bleibt- perfekte Bedingungen für den Kiebitz, der offene Flächen braucht um gut brüten zu können.🥚
Am Montag fand unser LEV-Ausflug statt, ich fand ihn richtig spannend und es war mal was ganz anderes. Zuerst ging es ins Geiwitzn Moos, ein Moorgebiet das wir gemeinsam erkundet haben. Ich war bisher erst in einem Moor, deshalb war es interessant mal ein anderes neues zu sehen. Die Stimmung dort war auch irgendwie sehr besonders, sehr ruhig und idyllisch und feuchte Landschaft um einen herum. Anschließend sind wir nach Maria Tann auf eine Fläche mit Amphibiengewässern, auf der wir einige Teichfrösche und sogar Gelbbauchunken entdecken konnten. Die sieht man ja auch nicht jeden Tag. Das Beste war, dass wir die Frösche auch mal auf die Hand nehmen konnten und mir wurde gezeigt, woran man die Froscharten erkennt.
Mittags waren wir gemeinsam essen und bekamen danach in der Brennerei Prinz in Eglofs gezeigt, wie aus den reifen Früchten durch Gärung und anschließende Destillation Brände entstehen. In den Brennblasen wird der Alkohol vom Rest der Maische getrennt und anschließend reift der Schnaps noch in den Fässern, um sein Aroma zu entwickeln.
Die nächsten Tage fand wieder unser Programm im Bauwagen statt, der nun in Kißlegg steht und sich wieder einige Schulen und Kindergärten angemeldet haben.
Diese Woche stand bei uns an zwei Tagen die umfassende Pflege unseres NaTour.Bauwagens auf dem Programm. Gemeinsam haben wir eine vollständige Inventur durchgeführt, um genau festzuhalten, welche Materialien, Werkzeuge und Ausstattung vorhanden sind und was eventuell erneuert oder ersetzt werden muss. Im Anschluss haben wir den Bauwagen gründlich aufgeräumt, strukturiert und einem "Deep-Clean" unterzogen. Von den Mikroskopen bis zur Glastür wurde alles gereinigt, sortiert und wieder funktionsbereit gemacht, damit alles in einem frischen und ordentlichem Zustand überwintern kann. Dadurch wirkt der Bauwagen jetzt nicht nur ordentlicher und einladender, sondern wir haben auch einen guten Überblick darüber bekommen, welche Verbesserungen wir in den nächsten Wochen angehen können.🗒️
Da der Winter naht, sind wir aktuell noch auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz, an dem der Bauwagen sicher stehen kann, bis wir ihn im Frühling wieder in Betrieb nehmen. Dafür kontaktierten wir derzeit verschiedene Höfe in der Umgebung und hoffen, bald einen passenden Platz zu finden.
Im Wurzacher Ried haben Tobi und ich die neuen QR-Codes für den Moorfroschlehrpfad an den Stehlen angebracht. Dafür sind wir vorher in den Baumarkt gefahren, um passende Schrauben und einen Betonstampfer zu besorgen, da die Stehlen vor kurzem mit Beton befestigt wurden. Vor Ort haben wir die Schilder dann angeschraubt.🛠️
Ein paar Tage später drehten wir mit dem Naturfotografen Max ein Promotion Video für die Moorfrosch-Lehrpfad Website: https://lehrpfad.moorfrosch.info und für Instagram. Ich durfte dabei auch kurz als Statistin mit meinem Handy auf dem Bild sein. Der Dreh hat am Ende doch länger gedauert als gedacht, für jede Szene braucht es mehrere Takes, unterschiedliche Blickwinkel, verschiedene Einstellungen und teilweise die weißen Faltreflektoren die das Licht weich und gleichmäßig zurückwerfen. Meine Aufgabe war es diese zu halten und die Filmklappe zu bedienen. Es war total spannend zu sehen, wie aus der Arbeit am Pfad heraus Medienmaterial entsteht und wie viel Technik hinter so einem Dreh steckt. 🎥
Ein Bestandteil meiner FÖJ-Aufgaben ist die Betreuung unseres Instagram-Accounts @naturvielfalt.ravensburg. Ich kümmere mich dort regelmäßig um neue Posts, Storys, Fotos und Videos. Wir laden jede Woche mindestens zwei Beiträge hoch, diese Woche waren es folgende: Verlosung eines Igelhauses- ich habe zum ersten Mal eine Verlosung organisiert. Mit Stativ und Mikrofon die Videos drehen, schneiden, auf Canva ein passendes Poster erstellen und später natürlich auch alle Kommentare auswerten, um den Gewinner zu ziehen. Das ganze kam super an und hat auch mir sehr viel Spaß gemacht.
Werbung für unseren Moorfrosch-Abend: Außerdem habe ich die Werbung für unseren Film- und Vortragsabend über den Moorfrosch übernommen, der diesen Freitag im Naturschutzzentrum Eriskirch stattfindet. Dafür hab ich mit den Bildern, die Max für uns gemacht hat Flyer erstellt, auf denen steht was einen am Freitagabend erwartet. 🐸
Am Donnertag war ich gemeinsam mit Uli in Sonthofen bei Leutkirch im Einsatz. Zusammen mit dem Bauhof Leutkirch pflanzten wir entlang eines Gewässerrandstreifens verschiedene Bäume und Sträucher. Ziel der Pflanzaktion war es, den Uferbereich ökologisch aufzuwerten und Lebensräume für viele Tierarten zu schaffen. Gewässerrandstreifen spielen eine wichtige Rolle für den Natur- und Gewässerschutz, da sie Nährstoffe aus der Landwirtschaft zurückhalten und Schatten für das Gewässer spenden. Gepflanzt wurden sowohl Wurzelpflanzen als auch Ballen- bzw. Sackpflanzen. Die Nacktwurzelpflanzen waren deutlich einfacher zu pflanzen da man kein großes Loch graben musste, ein Spatenstich reichte meist aus. Zu den gepflanzten Arten gehörten Eichen, Giftbeeren, Pfaffenhütchen, Schneeball und Weiden. Während der Pflanzaktion kam es zu einer Diskussion mit dem Landwirt, dem das Projekt nicht gefiel. Trotzdem konnte die Arbeit dann fortgesetzt werden. Der aufgeweichte, schlammige Boden stellte uns vor eine weitere Herausforderung. Mit dem Straßenwagen des Bauhofs blieben wir im Matsch stecken. Der Landwirt hat uns dann zum Glück mit seinem Traktor herausgezogen und wir konnten weiter pflanzen.🚜
Am Freitag Nachmittag fand im Garten von Thomas ein Obstbaumschnitt-Crashkurs statt. An den Obstbäumen wurde uns gezeigt, welche Äste wichtig sind und welche wegmüssen. Zum Beispiel Äste, die nach innen wachsen, sich überkreuzen oder abgestorben sind. Auch wie man schneidet wurde uns erklärt. Lieber wenige, dafür saubere Schnitte und immer mit scharfem Werkzeug. Dicke Äste werden möglichst nah am Stamm geschnitten, ohne den Baum zu verletzen. Später standen wir noch zusammen am Lagerfeuer, da es mit der Zeit ziemlich kalt und ungemütlich wurde.
Mein zweites Seminar in Ludwigshafen hat mir insgesamt besser gefallen als das erste. Rückblickend würde ich sagen, dass dies vor allem daran lag, dass zu Beginn deutlich weniger Unsicherheit und Druck vorhanden waren. Im Gegensatz zum ersten Seminar kannte ich die Leute bereits. Auch innerhalb der Arbeitsgruppen hatte sich mittlerweile ein gutes Miteinander entwickelt, sodass die Zusammenarbeit von Anfang an angenehm und vertraut war. Hinzu kam, dass wir am Anfang eine relativ kleine Gruppe waren, da mehrere Personen krankheitsbedingt fehlten. Das sorgte für eine ruhigere Atmosphäre und ermöglichte intensivere Gespräche.
Die Unterkunft trug viel zu dem positiven Eindruck bei. Sie war um einiges sauberer und moderner als beim ersten Seminar. Trotz der Jahreszeit war es auch angenehm warm und gemütlich im Haus. Die Anreise nach Ludwigshafen war dieses Mal sehr unkompliziert für mich. Ich musste nicht weit fahren und hatte eine gute Zugverbindung ohne Verspätungen.🚆
Thematisch beschäftigten wir uns vor allem mit den Bereichen Landwirtschaft und Welternährung. Diese Themen fand ich sehr interessant. Ein Schwerpunkt war das Thema Veganismus. Dabei haben wir uns sowohl mit ethischen als auch mit ökologischen Aspekten befasst. Wir diskutierten, wie eine vegane Ernährung zur Reduzierung von Umweltbelastungen beitragen kann und welche Vor- und Nachteile sie hat. Außerdem erhielten wir viele Informationen durch unterschiedliche Medien zum Beispiel Bücher, Videos und Arbeitsmaterialien, zu tierischen Produkten, Massentierhaltung und alternativen Lebensweisen. Wir erstellten Mindmaps, Plakate und Präsentationen. Durch diese Einheiten konnte man seine eigene Meinung weiterentwickeln und sein Verständnis für unterschiedliche Perspektiven vertiefen. Besonders gut hat mir die Exkursion auf das Demeter-Hofgut "Rengoldshausen" bei Überlingen gefallen.🐄 Wir haben dort Einblicke in den Milchviehbetrieb mit Mutterkuhhaltung sowie in den Anbau von Chicoree in den Dunkelkammern und von Salaten in einem sehr großen Gewächshaus. Dabei lernten wir, dass Chicoree auch mit Kühen zusammenhängt. Die Wurzel des Chicoree wird in der Landwirtschaft unter anderem als Futter für Kühe genutzt und ist außerdem gut für den Boden.🥬 Nach der Stall- und Hofführung saßen wir noch im schönen Hofladen-Cafe und tranken sehr leckeren Matcha.
Auch das Programm außerhalb der Theorieeinheiten war deutlich lockerer gestaltet als beim ersten Seminar. Es war weniger strikt und ließ mehr Raum für spontane Änderungen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Back- und Bastelnachmittag. Wir liefen zusammen zum nächstgelegenen Supermarkt, kauften Zutaten und bereiteten anschließend in der Unterkunft Gebäck zu bzw. bastelten. Es war eine sehr schöne Abwechslung zum normalen Seminaralltag.🖌️
Außerdem unternahmen wir einige Spaziergänge in der Umgebung. Ein Ausflug führte uns an ein nahegelegenes Gewässer, die Stockacher Ach, wo wir verschiedene Vogelarten beobachten konnten, darunter Schwäne. Solche Aktivitäten haben allen immer sehr viel Spaß gemacht.🦢
Unterm Strich kann ich sagen, dass das zweite Seminar für mich eine sehr bereichernde Erfahrung war. Ich konnte viel Neues lernen, meine Gruppe besser kennenlernen und das Seminar deutlich mehr genießen. Ich blicke sehr positiv auf die Zeit in Ludwigshafen zurück.
Anfang der Woche habe ich begonnen, die diesjährigen Weihnachtskarten zu designen, schreiben und für den Versand bereitzustellen.
Am 3. und 4. Dezember fand außerdem das landesweite Umweltmobilisten-Treffen in Meßstetten, Oberdigisheim statt. Das Naturerlebniszentrum war sehr bunt und interessant gestaltet. Durch Tierfelle, Deko aus Naturmaterialien, Basteleien und Flyern hatte es eine kreative und inspirierende Atmosphäre. Zu Beginn stellten alle Gruppen ihre Bauwagensaison vor. Vor allem die Statistiken, wie viele Kinder den Bauwagen besucht haben, welche Programme besonders häufig durchgeführt wurden usw. waren sehr spannend. Anschließend folgte ein Vortrag über Wildbienen und "Bienenhotels". Dabei wurde erklärt, worauf man beim Bau achten sollte und was häufig falsch gemach wird, zum Beispiel Gitter vor den Bienenhotels oder falsch ausgerichtete Röhrchen. Danach bauten wir selbst aus Holz eine Wildbienenbox mit Löchern. Margit und Vjerena vom NAZ Wilhelmsdorf stellten uns ein Spiel zum Thema Bestäuber vor, das sich auch gut für unser Programm Bestäuber im Bauwagen eignet. Watte stellte dabei Blütenpollen dar, die vom den "Bienen" eingesammelt und in einen Eimer, den Bienenstock gebracht werden mussten. Wer am schnellsten die Pollen gesammelt hatte, gewann.🐝
Am Abend hörten wir einen Vortrag von einem Biologielehrer, der viel Wissenswertes über Eulen erzählte. Übernachtet haben wir im Haus Bittenhalde in Tieringen. Das Haus war sehr schön und hatte auch einen Tischtennisraum. Am nächsten Tag gingen wir in den Wald und machten eine kleine Wanderung. Dabei versuchten wir, Vögel oder sogar Eulen zu hören.🦉
Letzten Freitag waren wir mit dem Team vom LEV am Häcklerweiher im Einsatz. Das Moor dort ist ein wichtigen Rückzugsort des vom Aussterben bedrohten Moorfrosches. 🐸 Ziel unseres Landschaftspflegeeinsatzes war es, Birken und Faulbäume zurückdrängen, um den Moorlebensraum zu erhalten. Warum? Bäume entziehen dem Moor Wasser und lassen es austrocknen. Sie verschatten Flächen und verändern das Mikroklima.
Offene, nasse Bereiche gehen verloren und das sind genau die, die Moorfrösche brauchen. Also wurden Bäume gefällt, Äste gesammelt, geschleppt und auf einen großen Haufen gepackt. Ich durfte auch einmal mit dem Freischneider Schilf entfernen, was Spaß gemacht hat aber mit der Zeit auch unfassbar anstrengend wurde. Aus dem ganzen Gehölz wurde dann ein Feuer gemacht. Das war nicht nur sehr praktisch, sondern auch schön, sich nach der Arbeit daran aufzuwärmen.🪵🔥
Mara hat dazu auch ein Reel für Instagram gedreht. Schaut gerne vorbei :)
Nachdem ich über Weihnachten und Neujahr Urlaub genommen hatte, ging es am 7.01.2026 wieder los.❄️
Von Holger bekam ich die Aufgabe, Landwirte aus Horgenzell und Umgebung anzurufen und nachfragen, ob sie zu ihrem Hofbaum, den sie über die Hofbaumaktion bezogen haben, nachträglich noch ein passendes Hofbaumschild haben möchten. Die Telefonate waren sehr angenehm, denn die Landwirte waren alle freundlich und offen. Zusätzlich haben mir einige sogar Bilder von ihren Hofbäumen zukommen lassen. Hier eins davon.⬇️
Ich finde es schön zu sehen, wie die Hofbäume wachsen und gedeihen und wie gut sie sich auf den Höfen entwickelt haben🌳
Außerdem habe ich eine Bestandserfassung des Saatgutlagers in der Garage gemacht. Dabei habe ich geschaut welches und wie viel vom jeweiligen Saatgut vorhanden ist. Das ist wichtig für unser Ackerblühstreifenprojekt, wobei wir gratis Saatgut an Landwirte versenden. Dazu habe ich auf Instagram einige Beiträge und Storys veröffentlicht.
Ende der Woche ging es mal wieder in den Außendienst mit Jorinde. Gemeinsam haben wir uns verschiedene Naturdenkmale in Altann, Wolfegg und Arnach angeschaut- vor allem Linden. Dabei haben wir unter anderem geprüft, ob eine bestimmte Linde an einem Waldrand als neues Naturdenkmal geeignet wäre. Wofür wir einen Erfassungsbogen ausgefüllt haben, in dem Größe, Kronenbreite, Standort sowie mögliche Schäden wie Pilzbefall festgehalten wurden.
Am 20. Januar war ich bei einem Mistelschnitt-Einsatz in der Nähe von Primisweiler dabei. Meine Aufgabe war es, das Ganze für die Öffentlichkeitsarbeit zu filmen. Die Bäume, zum Großteil Obstbäume, in der Gegend sind sehr stark von Misteln befallen. Während Holger die Misteln aus den Baumkrone schnitt, habe ich gefilmt und fotografiert. Aus dem Material entstand später ein Reel, das zeigt, warum diese Arbeit so wichtig ist. Unterstützt habe ich den Beitrag mit Infos aus aktuellen Zeitschriftartikeln und Erklärungen von Holger.
Misteln sind ein großes Problem für die Bäume: sie entziehen ihnen Wasser und Nährstoffe und schwächen sie auf Dauer. Ohne regelmäßigen Rückschnitt, können ganze Bestände nach und nach verloren gehen. Viele wissen gar nicht, dass Misteln überhaupt geschnitten werden müssen oder denken sogar, sie würden unter Naturschutz stehen. Öffentlichkeitsarbeit über Social Media kann helfen, Verständnis für solche Pflegemaßnahme zu schaffen und zu zeigen, dass sie dem Erhalt unserer Streuobstwiesen dienen.🪚🌳
Anfang Februar durfte ich mit Mara an der 33.Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Umweltmobile (AGUM) teilnehmen. Unter dem Motto "Mensch und Wasser" haben wir uns mit verschiedenen Lebensräumen, ihren Tier- und Pflanzenarten und unserer Rolle als Menschen beschäftigt.
Am Dienstag bin ich mit dem Zug angereist und im Forum Grillensee in Naunhof (Leipzig) angekommen. Nach meiner Ankunft hab ich mein Zimmer bezogen und die anderen FÖJler bzw BFDler kennengelernt. Die Stimmung war von Anfang an angenehm und offen, man hatte sofort das Gefühl willkommen zu sein. Beim Abendessen hab ich mich mit den Leuten vom Umweltmobil Planaria aus Leipzig über die Exkursion in den Leipziger Zoo ausgetauscht, bei der ich leider nicht dabei war. Anschließend folgte eine Vorstellungsrunde über die Teams und Umweltmobile. Zum Kennenlernen haben wir außerdem ein Spiel mit Fragen rund um unsere Umweltmobile gespielt.
Der Mittwoch war Exkursionstag. Zuerst ging es zur Auwaldstation Lützschena, wo wir den Leipziger Auwald und die dortige Umweltbildungsarbeit kennengelernt haben. Das Wort Aue bedeutet Flutland. Auen sind Landschaften, die durch eine starke Dynamik ihrer Fließgewässer entstanden sind.
Nachdem wir mit einer Kürbissuppe gestärkt wurden, ging es weiter zum Werbeliner See, wo wir bei einer längeren Wanderung das Naturschutzgebiet, welches Lebensraum für über 1111 verschiedenen Tierarten bietet erkundet haben. spannend war zu sehen, wie sich die ehemalige Tagebaulandschaft zu einem wichtigen und artenreichen Lebensraum entwickelt hat. Am Abend kam "Fräulein Brehms Tierleben" und hielt einen unterhaltsamen, theaterähnlichen und gleichzeitig informativen Vortrag über den Wolf, der auch in dem Naturschutzgebiet vorkommt.
Am Donnerstag drehte sich vormittags alles um die Flussperlmuschel. Die Performance von Fräulein Brehm hat das Thema wieder richtig lebendig gemacht. Auch die Mitarbeiter vom Naturschutzzentrum Werbeliner See wurden zu dem Vortrag eingeladen. Danach konnten wir selbst Muscheln bestimmen und mehr über das MARA-Projekt erfahren. Nachmittags stellten verschiedenen Umweltmobile (an diesem Tag auch das Recyclingmobil) ihre Materialien und Projekte vor. Der Fokus lag zwar auf Wasser, aber es gab auch andere spannende Ideen. Ich fand es sehr inspirierend, da man viele Ansätze direkt für die eigene Umweltbildungsarbeit mitnehmen konnte. Abends haben wir uns gegenseitig verschiedene Spiele zur Verfügung gestellt. In einem Spiel ging es darum, den CO2-Ausstoß von Alltagsdingen zu schätzen, das war teilweise echt überraschend. Später spielten wir FÖJler meist auch noch reine Spaßspiele. An diesem Abend fand zudem noch die Prämierung der selbstgebastelten Köcherfliegenlarven statt.
Am Freitag wurde es nochmal etwas theoretischer. Es ging um Leipzig als Standort für Umwelt- und Naturschutz, Gewässermonitoring und es gab ein Rückblick auf verschiedene Forschungsprojekte. Nach der gemeinsamen Auswertung und dem Mittagessen machten sich einige schon wieder auf dem Heimweg. Ein Teil der Gruppe ist noch mit ins Naturkundemuseum Leipzig gegangen. Das Museum arbeitet aktuell mit Übergangslösungen und plant langfristig einen Neubau bzw. Umzug, um moderne Bildungs- und Ausstellungsarbeiten besser umsetzen zu können. In der Führung ging es darum, wie sich Museen verändern müssen. Sie wollen sich von reinen Ausstellungen zu interaktiven Lernorten entwickeln, an denen Besucher selbst aktiv werden können.
Insgesamt war die AGUM-Tagung eine richtig schöne und lehrreiche Erfahrung. Vor allem der Austausch mit den anderen Freiwilligen, denen es gleich oder sehr ähnlich war sehr schön und gab mir Motivation für die kommende Saison.
Am Montag haben Tobi und ich die Moorfrosch-Wanderausstellung vom Dachboden des LEV und aus der Garage geholt. Wir haben alle Bilder, Stehlen und TV-Säulen ins Auto geladen und sind damit nach Karlsruhe in den Zoologischen Stadtgarten gefahren, um die Ausstellung dort aufzubauen. Sandra von der Zooverwaltung hat uns zusammen mit den FÖJler*innen vor Ort beim Aufbau unterstützt. Gemeinsam haben wir die Bilder aufgehängt und die Ausstellungselemente richtig platziert.
Mit einem Lasergerät haben wir darauf geachtet, dass alle Tafeln gerade hängen. Es war zwar einiges zu tun, aber einige Leute haben sich am Aufbau beteiligt. Abends haben wir noch gemeinsam mit den anderen gegessen und uns ausgetauscht. Übernachtet haben wir in einem sehr schönen Hotel in der Nähe. Am nächsten Morgen haben wir kurz Eric Mayer, den Moderator von PUR+, gesehen. Er war für Dreharbeiten im Zoo vor Ort. Danach haben wir weiter aufgebaut und zusammen mit Sandra die restlichen Kisten ins Affenhaus in den Keller gebracht. Zwischendurch hatten wir etwas Zeit, uns im Zoo umzuschauen. Besonders spannend war der Besuch bei den Capybaras. Wir durften sie mit Salat füttern.
Capybaras (Wasserschweine) haben Schwimmhäute zwischen den Zehen und machen überraschend lustige Geräusche. Es war sehr spannend, sie von so nah zu sehen und zu streicheln.
Am Ende konnten wir uns noch den restlichen Zoo anschauen, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben. Unterwegs mussten wir noch einmal anhalten, um das Auto zu laden. Abends sind wir schließlich angekommen und haben die Sitze wieder eingebaut.
Vom 9. bis zum 13. März fand unser drittes FÖJ-Seminar in der Zwickmühle in Bretzfeld statt. Nach der Ankunft starteten wir gemeinsam in die Seminarwoche mit dem Thema "Könnte alles anders sein?". Es war schön, alle wiederzusehen und auch Selina- die jetzt neu dabei ist kennenzulernen. Wir haben uns erstmal über die vergangenen Monate im FÖJ ausgeauscht und eine Runde mit verschiedenen Stationen gemacht, um das halbe FÖJ revuepassieren zu lassen.
Ein besonderes Highlight war für mich die Exkursion zur Experimenta in Heilbronn. Dort konnten wir Naturwissenschaft und Technik an zahlreichen interaktiven Stationen selbst ausprobieren und erleben. Die Experimenta bot so viele verschiedene Ausstellungen und Experimente, dass man unmöglich alles an einem Tag anschauen konnte.
Neben den gemeinsamen Programmpunkten arbeiteten wir in kleineren Projektgruppen. Ich war in der Gruppe „Naturschutz gegen Rechtsextremismus und patriarchale Strukturen“. Dort beschäftigten wir uns mit den Zusammenhängen zwischen gesellschaftlichen und ökologischen Themen und diskutierten verschiedene Sichtweisen. Um mehr über die Meinungen anderer Menschen zu erfahren, gingen wir auch in die Stadt und führten eine Umfrage mit Passant*innen durch. Dabei kamen einige interessante Gespräche zustande und wir konnten unterschiedliche Perspektiven kennenlernen.
Die Freizeit kam während des Seminars zwar wieder etwas kurz, trotzdem waren die Abende sehr unterhaltsam. Gemeinsam mit der Abendgestaltungsgruppe organisierten wir einen Werwolfabend, eine Gameshow, ein Pop-Quiz und ein Fest mit Lagerfeuer am letzten Abend.
Am Ende der Woche präsentierten alle Projektgruppen ihre Ergebnisse. Nach der Seminarauswertung hieß es schließlich wieder Koffer packen und Abschied nehmen.
In den vergangenen Wochen durfte ich die Veranstaltungsreihe „Blühender Landkreis Ravensburg“ bei der Organisation unterstützen.🌸 Ziel der Reihe ist es, Menschen für naturnahe Gärten und mehr Artenvielfalt im eigenen Umfeld zu begeistern. Insgesamt fanden Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Landkreis statt: Wolfegg, Leutkirch, Ravensburg und Aulendorf.
Leider konnte ich bei 3 Terminen nicht dabei sein, da ich im Urlaub oder auf einem FÖJ-Seminar war. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich wenigstens die Abendveranstaltung im historischen Schwörsaal in Ravensburg begleiten konnte. Schon vor Beginn war einiges zu tun: Gemeinsam bauten wir Flyerstände auf, richteten den Getränkebereich ein und sorgten dafür, dass alles für die Besucherinnen und Besucher vorbereitet war.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand das Thema „Gartenkultur der Zukunft“. Referent war Matthias Rausch, der anschaulich erklärte, wie jeder Garten- egal ob groß oder klein, einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten kann. Besonders spannend fand ich, dass schon kleine Veränderungen große Auswirkungen haben können. Wer heimische Pflanzen verwendet, auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet oder Blühflächen anlegt, schafft wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten.🪲Ein Highlight für die Besucher waren die kostenlosen Saatguttütchen, die sie kostenfrei erhalten haben. Diese wurden dank Unterstützung der Heimatstiftung der Kreissparkasse Ravensburg finanziert. So konnten wir den Besucher*innen nicht nur viele Informationen mitgeben, sondern auch gleich etwas Praktisches für den eigenen Garten.
Auch unsere Kooperationspartner waren vor Ort vertreten. Die elobau Stiftung stellte ihre Projekte vor und Saatguthersteller Tatgut präsentierte die verschiedenen heimischen Sorten der in den Saatguttütchen enthaltenen Pflkanzen. Auch Patrick Kaiser von Tatgut war da. Er erklärte, worauf es bei regionalem Saatgut ankommt und warum heimische Pflanzen für unsere Insekten deutlich wertvoller sind als viele exotische Zierpflanzen. Eine weitere spannende Vorstellung von seiner Seite war ein elektrischer Schneckenzaun. Dieses System hält Schnecken mithilfe eines ungefährlichen Stromimpulses davon ab, Gemüsebeete zu betreten. So kann auf Schneckenkorn weitgehend verzichtet werden – eine umweltfreundlichere Alternative, die viele Besucher neugierig machte.
Während der Veranstaltung half ich hauptsächlich am Getränkestand. Gerade in den Pausen bildete sich eine lange Schlange, sodass zeitweise ganz schön viel los war. Nach Ende des Vortrags bauten wir gemeinsam alle Stände wieder ab und räumten den Saal auf. Obwohl der Abend lang war, war es schön zu sehen, wie viele Menschen sich für Naturschutz und nachhaltiges Gärtnern interessieren.
Eröffnung des Moorfrosch-Lehrpfades im Wurzacher Ried🐸
Ein paar Tage später stand bereits das nächste spannende Projekt an. Gemeinsam mit Tobi und unserer Praktikantin Lisa fuhr ich ins Wurzacher Ried, um bei der Eröffnung des neuen Moorfrosch-Lehrpfades zu helfen.
Schon vor Beginn der Veranstaltung mussten noch letzte Vorbereitungen getroffen werden. Lisa und Tobi montierten eine Stele, in die eine Schleich Moorfroschfigur in Epoxidharz eingegossen wurde. Diese Stele war der letzte Teil des neuen Lehrpfades, welcher nun komplett ist.
Anschließend spannten wir ein blaues Band vor den Eingangsbereich des Lehrpfades. Dieses wurde später während der offiziellen Eröffnung feierlich durchschnitten.
Nach der offiziellen Eröffnung ließen wir den Tag im Naturschutzzentrum ausklingen. Dort schauten wir gemeinsam das neue Promotionsvideo unseres Naturfotografen Max an. Es war beeindruckend zu sehen, wie eindrucksvoll die Landschaft des Wurzacher Rieds und seine Tierwelt in Szene gesetzt wurden. Solche Aufnahmen zeigen noch einmal, warum der Schutz dieser einzigartigen Lebensräume so wichtig ist.
Diese Woche fand das Ferienprogramm im Rahlenwald statt. Gemeinsam mit den Kindern verbrachten wir eine tolle Woche voller Spiel, Spaß und Naturerlebnissen.
Am ersten Tag starteten wir mit Kennenlernspielen, damit sich alle besser kennenlernen konnten. Da das Ferienprogramm kurz nach Ostern stattfand, gab es auch viele österliche Spiele. Mara hatte außerdem eine spannendeSchatzsuche vorbereitet. 🗺️ Die Kinder mussten verschiedene Hinweise finden und gemeinsam Aufgaben lösen, bis sie schließlich den Schatz entdeckt haben. Dabei war Teamarbeit gefragt und alle hatten viel Spaß.
Ein Programmpunkt war eine kleine Theorieeinheit, die von unserer Praktikantin Lisa geplant wurde. Dafür las ich den Kindern eine Geschichte über einen Hasen und ein Wildkaninchen vor. 🐇 Anschließend sollten sie selbst herausfinden, worin sich die beiden Tiere unterscheiden. Gemeinsam sammelten wir die Unterschiede und sprachen darüber, wo Hasen und Wildkaninchen leben und wie sie sich verhalten. Da auch Kinder in der ersten Klasse dabei waren, brauchten die Jüngeren manchmal etwas Unterstützung, aber am Ende konnten alle gut mitmachen.
Natürlich blieb auch viel Zeit zum freien Spielen. Die Kinder bauten im Wald einen Unterstand und aus einem Traktorreifen und einem Seil eine Schaukel, sägten Holz und erkundeten gemeinsam die Umgebung.🌲Außerdem bastelten wir aus Holzscheiben Namensschilder und schnitzten kleine Holzlöffel. Mit glühender Kohle konnten wir anschließend am Lagerfeuer eine Einkerbung eibrennen.🔥Zum Mittag wurde gemeinsam am Lagerfeuer gegrillt. Es gab leckeres Stockbrot und selbstgemachte Kräuterbutter aus saisonalen Wildkräutern wie Gundermann. 🌿
Zum Abschluss des Tages gingen wir oft noch auf den Spielplatz am Rahlenwald. Dort konnten sich die Kinder noch einmal richtig austoben, bevor sie abgeholt wurden. 🛝
Bauwagenprogramme rund um Wildbienen und den Klimawald 🐝
Diese Woche durfte ich bei mehreren Bauwagenprogrammen dabei sein. Es war wieder eine abwechslungsreiche Woche mit vielen interessanten Aktionen für die Kinder.
Beim Wildbienenprogramm starteten wir mit einer lustigen Kreativaufgabe. Die Kinder sollten während einer vorgelesenen Geschichte zeichnen, was sie hörten. Am Ende sollte daraus ein Schmetterling entstehen. Manche malten riesige Körper/Flügel, andere gaben ihrem Schmetterling lustige Haare oder ein süßes Gesicht. Es kamen viele kreative und auch witzige Ergebnisse heraus. 🦋🎨
Danach sprachen wir darüber, warum Bienen und Schmetterlinge für die Natur so wichtig sind und wie die Bestäubung funktioniert. Anschließend wurde das Ganze spielerisch nachgestellt. Die „Bienen“ bekamen kurze Pipetten und die „Schmetterlinge“ lange, dünne Pipetten als Rüssel. Damit saugten sie Nektar aus einem Reagenzglas und transportierten gleichzeitig Blütenstaub von Blüte zu Blüte. Als Blütenstaub verwendeten wir Kurkuma. Die Kinder hatten Socken über ihre Hände gezogen, an denen der „Blütenstaub“ gut haften blieb. So konnten sie am Ende selbst sehen, wie Pollen von einer Blüte zur nächsten gelangen. Das war eine tolle Möglichkeit, die Bestäubung anschaulich und spielerisch zu erklären. 🌼🐝
Außerdem stellten die Kinder kleine Summbienen selbst her. Das Basteln machte den Kindern Spaß und es entstanden viele unterschiedliche Bienen. 🐝
Ein weiteres Programm drehte sich um den Klimawald. Gemeinsam gingen wir in den Wald und nahmen zunächst bewusst wahr, was wir dort alles sehen, hören und fühlen können. Der Unterschied zwischen dem Waldrand und dem Inneren des Waldes war sehr deutlich zu erkennen. 🌲
Anschließend spielten wir verschiedene Spiele rund um den Wald und das Klima. Dabei lernten die Kinder, dass Bäume Kohlendioxid (CO₂) aufnehmen und daraus mithilfe der Photosynthese Sauerstoff produzieren. Gleichzeitig erfuhren sie, warum CO₂ zwar ein wichtiger Bestandteil unseres Klimas ist, wir inzwischen aber deutlich zu viel davon in der Atmosphäre haben.
Zum Abschluss beschäftigten wir uns noch mit den vielen Aufgaben des Waldes. Er liefert Holz, speichert Kohlenstoff, bietet vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, reinigt unsere Luft und schützt den Boden.
11.–15. Mai 2026 – Pressetermin für das Projekt „Hofgeradel“
In dieser Woche stand ein besonderer Termin an: Auf dem Biohof Geiger-Fäßler in Karsee fand ein Pressetermin für das neue Projekt „Hofgeradel – Landwirtschaft erlebbar machen“ statt. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Bauernverband Allgäu-Oberschwabenorganisiert. Ziel ist es, Menschen die heimische Landwirtschaft bei geführten Fahrradtouren durch die Region näherzubringen. Dabei besuchen die Teilnehmenden verschiedene Bauernhöfe, lernen die Betriebe kennen, kommen mit den Landwirt*innen ins Gespräch und erfahren mehr über regionale Lebensmittel, Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Damit alle die Erklärungen während der Fahrt gut verstehen können, werden Headsets genutzt.
Für den Pressetermin durfte ich in den Tagen davor das Werbefahrrad vorbereiten. Ich sprühte ein Hollandrad in einem auffälligen Orange an, damit es später als Dekoration und Blickfang dienen konnte. Anschließend dekorierten wir den Fahrradkorb mit bunten Blumen und legten Flyer hinein. 🚲
Am Veranstaltungstag bauten wir unsere Theke, den Flyerständer und den Beachflag auf. Außerdem bereiteten wir Essen und Getränke für die Gäste vor. Nachdem alle Journalist*innen und weiteren Gäste angekommen waren, erklärten wir das Tourguide-System mit den Headsets, da die Gruppe dann direkt mit der ersten Radtour begann. 🚴 Während der Tour besuchten sie die Käserei in Leupolz. Sie kamen sehr begeistert zurück und freuten sich auf die kommenden Touren, die dann von den verschiedene Höfen, auf denen die jeweiligen Betriebsleiter ihren Hof vorstellten und spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit geben geleitet werden. Bei der Vorstellung hat man nochmal gemerkt, wie vielfältig die Landwirtschaft in unserer Region ist und wie viel Arbeit hinter hochwertigen regionalen Lebensmitteln steckt.
Ich hoffe, dass Hofgeradel viele Menschen dazu motiviert, die Landwirtschaft in unserer Region mit dem Fahrrad zu entdecken und regionale Betriebe bewusster wahrzunehmen. 🌾🚴♂️
Als wir uns alle am Bahnhof trafen, kannte ich die meisten noch nicht. Nach und nach kamen alle an und wir machten uns gemeinsam auf den Weg. In Oberharmersbach angekommen, startete unsere Wanderwoche mit einer Vorstellungsrunde. Jeder erzählte, wie er heißt und was sein schönstes Naturerlebnis war. Danach ging es auch schon den ersten Berg hinauf zum Harkhof. Oben angekommen fielen mir sofort die Tiere auf. Über den Hof liefen kleine Katzenbabys🐈 herum, es gab Hasen und Schweine. Geschlafen wurde im Matratzenlager, war natürlich sehr voll, aber gemütlich. Später erklärte uns Jonas noch, wie man einen Wanderrucksack richtig packt. Anschließend machten wir eine Abendrunde mit “Igor dem Igel”. Jeder erzählte, was am Tag “stachlig” war, also nicht so gut lief, und was “weich” war – die schönen Momente des Tages. Danach wurden das Motivations- und Navigationsteam für den kommenden Tag gewählt und natürlich durfte eine Runde Kartenspielen "Lügen” nicht fehlen.
Gegen Mittag kamen wir an wir den Glaswaldsee. Der See ist ein Karsee und entstand während der letzten Eiszeit durch Gletscher. Früher wurden in dieser Gegend Baumstämme mit Hilfe von aufgestautem Wasser ins Tal transportiert. Das Beste war, dass man im See baden durfte. Das Wasser war zwar ziemlich kalt, nach den vielen Kilometern zu Fuß war das aber genau das Richtige. 🏊♂️ Am Abend erreichten wir Kniebis und aßen in einem Restaurant an einer sehr bekannten Tankstelle, in dem sogar Szenen für den Film 24k gedreht wurden.
Der nächste Tag hatte es wegen der Hitze richtig in sich. Schon der erste asphaltierte Anstieg brachte alle ordentlich ins Schwitzen. Unterwegs kamen wir auf die Grinden – offene Bergheiden, die durch Heckrinder beweidet werden. Dadurch wachsen die Flächen nicht wieder komplett zu und seltene Pflanzen sowie Tiere können dort überleben. In der Mittagspause gab Jonas uns junge Fichtenspitzen zum Probieren. Sie schmeckten überraschend frisch und leicht zitronig. Aus ihnen kann sogar Sirup oder Eis hergestellt werden. Später machten wir an einem Naturmuseum Halt und probierten tatsächlich Fichtenspitzeneis.
Am Abend erreichten wir die Darmstädter Hütte – mitten in der Natur. Zum Abendessen gab es Gulasch mit Spätzle. Nach der Abendrunde spielten wir noch ein Spiel, bei dem wir entscheiden mussten, ob wir ein Stück unberührte Natur erforschen oder lieber komplett in Ruhe lassen würden. Wir entschieden uns dafür, die Natur einfach Natur sein zu lassen.
Auch über die großen Wildtiere des Schwarzwalds erfuhren wir viel. Der Wolf kehrt langsam wieder zurück und hilft dabei, die Bestände von Rehen und Wildschweinen zu regulieren. da der Wolf im Schwarzwald allein unterwegs ist, wird darauf geachtet, dass er sich nicht mit Hunden paart, damit keine Wolf-Hund-Hybriden entstehen und er nicht zu nah an die Menschen herankommt. Außerdem erzählte Benny vom Luchs, der inzwischen wieder vereinzelt im Schwarzwald lebt, und vom Auerhuhn, das leider stark gefährdet ist und auf ruhige, lichte Wälder angewiesen ist. Zum Abschluss liefen wir über den Lotharpfad und machten noch einen Abstecher zum Katzenkopf. Zwischen den riesigen Felsen konnte man von dort oben einen großen Teil unserer bisherigen Wanderstrecke überblicken. Erst da wurde mir richtig bewusst, wie viel Strecke wir in den vergangenen Tagen schon zurückgelegt hat.
Am letzten Abend ließen wir die Woche gemeinsam im Naturfreundehaus Badener Höhe ausklingen. Das Essen war richtig lecker – Spinattortellini und Salat. Am nächsten Morgen um 4:30 Uhr liefen wir dann zum Friedrichsturm. Dort erzählte Jonas etwas über dessen militärische Nutzung und wir genossen gemeinsam den Sonnenaufgang über dem Schwarzwald und hörten Füchse rufen. 🌄
Rückblickend war die Woche viel mehr als nur eine Wanderung. Natürlich waren die Etappen manchmal anstrengend und die Hitze hat uns ordentlich gefordert. Trotzdem habe ich unglaublich viel über den Schwarzwald, seine Tiere und Pflanzen gelernt. Gleichzeitig sind viele lustige Gespräche, Insider und Erinnerungen entstanden, die ich bestimmt noch lange mit dieser Woche verbinden werde. Für mich war das Wanderseminar definitiv eines der schönsten Erlebnisse meines FÖJs. 🌲
Die letzten Wochen und Monate drehte sich alles um unser Greenpulse Festival. Dieses Wochenende findet es endlich statt! Was ist das GP überhaupt? Das GreenPulse Festival ist ein Natur- und Nachhaltigkeitsfestival des LEV und der elobau Stiftung. Zwei Tage lang dreht sich auf Schloss Achberg alles um Natur, Artenvielfalt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Besucherinnen und Besucher konnten an Workshops, Exkursionen, Vorträgen und Mitmachaktionen teilnehmen oder einfach die besondere Atmosphäre im Schlossgarten genießen. Außerdem gibt es Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen, wodurch das Festival Natur, Wissenschaft und Kultur miteinander verbindet. Insgesamt wirken über 40 Referentinnen und Referenten sowie Künstlerinnen und Künstler mit und gestalteten ein vielseitiges Programm für Menschen jeden Alters. Viele bekannte Persönlichkeiten sind vor Ort. Unter anderem trat der Singer-Songwriter Max Prosa mit einem Konzert auf. Außerdem waren Naturfilmer Jan Haft, Sarah Wiener, das Orchester des Wandels, der Schauspieler Lenn Kudrjawizki und viele weitere Gäste dabei, die sich für Natur- und Umweltschutz engagieren. 🌼
Rückblickend war das GreenPulse Festival auf Schloss Achberg auch eines der Highlights meines FÖJs. Es war zwar anstrengend und körperlich fordernd, aber gleichzeitig hat es unglaublich viel Spaß gemacht und war eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde.
Schon Anfang der Woche waren wir mit den Vorbereitungen beschäftigt. Gemeinsam mit den Veranstaltungstechnikern halfen wir beim Aufbau der Bühne, der Zelte und der gesamten Dekoration auf dem Gelände. Es war sehr cool mal mitzuerleben, wie aus einer fast leeren Wiese nach und nach ein richtiges Festival entsteht. Es ist einfach verrückt, wie viel Planung und Arbeit hinter einer solchen Veranstaltung steckt. Der Teleskoplader war uns dabei eine große Hilfe. Mit ihm konnten schwere Materialien und Bühnenelemente viel einfacher transportiert werden. Dadurch ging alles schneller und wir mussten nicht alle Kisten, Zelte und Co mühsam von Hand tragen. Trotzdem gab es genug Arbeit, bei der man am Abend deutlich merkte, was man den ganzen Tag geleistet hatte. Vor allem die schweren Kisten bis nach ganz oben in den Rittersaal zu schleppen brachte einen fast an seine Grenzen- vor allem bei den Temperaturen, die wir in der Woche hatten. Während der gesamten Aufbauzeit wurden wir richtig gut versorgt. Morgens gab es mal Frühstück und mittags bekamen wir immer belegte Brote bzw Leberkäswecken. Auch an Getränken fehlte es nie. Gemeinsam mit Tobi fuhren wir zwischendurch zum nächsten EDEKA und kauften Getränke für alle ein. Gerade bei den warmen Temperaturen war es wichtig, immer genug zu trinken.
Als das Festival endlich begann, war es ein tolles Gefühl zu sehen, wie viele Menschen kamen und wie alles, woran wir vorher so lange gearbeitet hatten, nun genutzt wurde. Überall waren Besucher unterwegs, die Stimmung war entspannt und fröhlich und das Gelände sah mit der aufgebauten Bühne, den Zelten und der Dekoration richtig schön aus. Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und gemeinsam das Festival zu erleben. Mara, Lisa und ich waren viel am NaTour.Bauwagen und bastelten mit den Kindern Summbienen. Übernachtet haben wir in einer gemütlichen Ferienwohnung neben dem Schloss. Um uns zu verpflegen bekamen außerdem sogenannte “Pulse”, mit denen wir uns an den Essensständen etwas kaufen konnten. Es gab neben Pizza, Weißwurst und allen möglichen Speisen vom Restaurant vor Ort auch eine Art Döner den "Greenpulser" den man entweder mit Schichtfleisch oder Gemüse und Hirtenkäse aß.
Nach dem Festival musste auch wieder alles abgebaut werden. Das war wahrscheinlich der härteste Teil der ganzen Woche. Während andere ihr Wochenende genießen konnten, waren wir noch immer auf dem Festivalgelände und räumten Bühne, Zelte, Dekoration und das gesamte Material wieder zusammen. Nach den langen Tagen merkte man jedem die Erschöpfung an. Trotzdem hielten alle zusammen- wir hatten einige Helfer:innen am Start, sodass auch der Abbau schließlich geschafft war. Neben der Arbeit gab es viele schöne Momente, die das Ganze besonders gemacht haben. Abends trafen wir uns oft am NaTour.Bauwagen. Dort saßen wir gemeinsam mit der Landjugend zusammen, hörten Musik, unterhielten uns und feierten den erfolgreichen Tag.
Du weißt noch nicht so recht, wie es nach Schule oder Berufsausbildung weitergeht? Du möchtest etwas Sinnvolles mit Menschen in der Natur machen? Dann bewirb dich auf ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Landschaftserhaltungsverband Ravensburg e.V.
Es bietet dir eine gute Möglichkeit, einen Einblick ins Berufsleben zu bekommen, praktischen Naturschutz zu erleben, Interessantes über Natur und Umwelt zu erfahren, Gleichgesinnte kennenzulernen und einfach Spaß zu haben.
Seit diesem Jahr ist der LEV Ravensburg anerkannte Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) unter der Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Baden-Württemberg.
Wer wir sind:
Landschaftserhaltungsverbände sind Mittler zwischen Landnutzern, Naturschützern und Kommunen. Unser Aufgabenfeld ist sehr vielfältig. Von der Beratung bis zur Betreuung und Organisation von Naturschutzmaßnahmen.
Jüngst ist zu unserem Aufgabenfeld die Umsetzung der bundesweit ersten Biodiversitätsstrategie auf Landkreisebene hinzugekommen. Dieses Projekt wurde 2020 von der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet.
Schaut Euch gerne unseren kleinen Film an, den FÖJlerin Selina Köhle über ihr FÖJ bei uns gestaltet hat:
• kreative Gestaltung des Instagramaccounts • Mitgestaltung unserer Webseite und den dortigen Projekteinträgen • Verfassen des FÖJ-Blogs • Unterstützung der Mitarbeiter:innen bei vielfältigen Aufgaben (u.a. Organisation von Saatgutbestellungen, Kontrolle von Maßnahmen, Biotoppflege, etc.) • Erstellung eines Presseeechos (quartalsweise)
Unregelmäßige Aufgaben und Tätigkeiten (bei Bedarf, bzw. saisonal)
• Mitwirkung bei der Erstellung von Infomaterialien • Amphibienkartierung im Rahmen der Amphibieninitiative • Unterstützung in der Aufzuchtstation (Moorfrosch-Projekt) • Teilnahme an Gesprächen, Besprechungen und Ortsterminen • Organisation des Lagers für Werbemittel und Infostand-Equipment • Betreuung des Saatgutlagers • Mithilfe bei der Bestandserfassung und Evaluierung (LPR-Flächen)
Einmalige Aktionen und Projekte
• Organisation und Betreuung von Infoständen auf Veranstaltungen • Mitwirkung bei den Vorbereitungen der Aktion "Blühender Landkreis Ravensburg" (in Abhängigkeit der derzeitigen Pandemie Entwicklung) • Freiraum für selbstbestimmte Projekte
Auch wenn das FÖJ freiwillig geleistet wird, gibt es ein monatliches Taschengeld und einen Verpflegungszuschuss. Zudem werden die Fahrtkosten übernommen. Eine Unterkunft können wir derzeit leider nicht zur Verfügung stellen. Neben dem Einsatz im LEV Ravensburg ist die Teilnahme an Seminaren fester Bestandteil des FÖJ. Die Seminare finden in verschiedenen Gegenden Baden-Württembergs statt. Behandelt werden Themen rund um umweltpolitische, gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen. Neben dem Inhaltlichen macht die Seminare vor allem das Miteinander unter den FÖJlern der verschiedenen Einsatzstellen aus.
Jeder zwischen 15 und 27 Jahren kann unabhängig vom Schulabschluss oder den Noten mitmachen. Viel wichtiger ist, dass du Interesse mitbringst und dich für die Natur engagieren möchtest.
Das FÖJ läuft vom 1. September bis zum 31. August des Folgejahres.
Bewerbungen sind ab Anfang Februar direkt an die LpB zu richten: